Als international tätiges Forschungs- und Prüfinstitut im Bereich Werkstoffe im Bauwesen bieten wir eine Vielzahl an genormten oder auch individuell für spezielle Problemstellungen entwickelte innovative Prüfleistungen an. Für eine persönliche Beratung kontaktieren Sie bitte unsere Mitarbeiter oder in besonderen Fällen direkt die Professoren.

Unsere Leistungen umfassen unter Anderem:

Infrarotspektroskopie

Zur Identifikation von Substanzen sowie zur Quantifizierung bekannter Substanzen in Gemischen steh am ibac die Infrarotspektroskopie nach dem Prinzip der abgeschwächten Totalreflexion zur Verfügung. Dieses Verfahren eignet sich sehr gut für Konformitätsprüfungen, Materialüberwachung und Qualitätskontrolle, zum Beispiel nach DIN EN 1767 oder DIN 51451.

Neben der Untersuchung von homogenen Flüssigkeiten und Feststoffen eignet sich die Methode besonders zu Charakterisierung der Oberflächen undurchsichtiger Stoffe wie z. B. Polymerfolien und Lackschichten unabhängig von den tieferliegenden Schichten. Durch den Einsatz spezieller ATR-Kristalle sind auch stark lichtabsorbierende Proben wie zum Beispiel Reifengummi oder Bitumenbahnen in unserem Haus analysierbar.

Darüber hinaus lassen sich mit Hilfe der IR-Spektroskopie verschiedene Reaktionen, z. B. die Vernetzung von EP- und UP-Harzen live verfolgen und beobachten. Durch die kompakte Bauweise ist außerdem ein mobiler Einsatz möglich.

 

Ansprechpartner: Thomas Juraschek

Dynamische Differenzkalorimetrie (DSC)

ist ein thermisches Verfahren bei dem die aufgenommene bzw. abgegebene Wärmemenge bei Kühl-und Heizvorgängen gemessen wird. Es können Messungen bei Temperaturen von ca. −50 bis 600 °C durchgeführt werden. Die Kühl- und Heizraten sind von 0,1 bis 100 K•min−1 einstellbar.

Grundsätzlich können mit dieser Messtechnik Phasenübergänge, spezifische Wärmekapazitäten und Zersetzungspunkte festgestellt werden, die für den jeweiligen Stoff charakteristisch sind. Außerdem können sowohl exotherme als auch endotherme chemische Reaktionen zeitabhängig beobachtet werden. Für Polymermaterialien werden bei Bedarf zusätzlich die Glasübergangtemperatur und der Kristallisationsgrad ermittelt. Für die Messung wird nur eine geringe Menge an Probematerial benötigt (ca. 5 mg). Die Proben können in Luft, Stickstoff- oder reiner Sauerstoffatmosphäre gemessen werden.

Mittels temperatur-modulierter DSC ist es möglich, überlappende Prozesse in reversible und  nicht-reversible Anteile aufzutrennen. Glasübergänge können daher sehr gut von weiteren Effekten, wie z. B. Aushärtung, Zersetzung, Verdampfung, Relaxation oder Kaltkristallisation, separiert werden.

Am ibac können folgende Parameter bestimmt werden:

  • Schmelz- u. Kristallisationstemperaturen sowie die zugehörigen thermodynamischen Parameter
  • Kristallinitätsgrad teilkristalliner Stoffe
  • Fest-fest Umwandlungen (z. B. Polymorphie, Glasübergangstemperatur)
  • Verträglichkeit (z. B. Kompatibilität in Polymerblends)
  • Vernetzungsreaktionen, Nachvernetzung von Reaktivharzsystemen
  • Oxidationsstabilität (OIT) und Zersetzungsbeginn
  • Spezifische Wärmekapazität
  • Fest-flüssig Verhältnis
  • Flüssigkristall-Umwandlungen

Ansprechpartner: Andre Jung

Ionennachweise

Den Schwerpunkt der Arbeiten bildet die quantitative potentiometrische Bestimmung des Chloridgehalts in Baustoffen in Anlehnung an das Heft 401 des DAfStb sowie auf Anfrage nach DIN EN 14629 und DIN EN 196-2.

Zusätzlich können folgende Nachweise qualitiativ und quantitativ durch nasschemische bzw. photometrische Verfahren geführt werden:

Anprechpartner: Lisa Severain