Der Schutz von Baumaterialien und die Dauerhaftigkeit stellen zentrale Themen bei der Instandsetzung dar. Auf Basis unserer langjährigen Erfahrungen und der hervorragenden Ausstattung unseres Labors mit Prüf- und Bewitterungseinrichtungen wird sowohl grundlagenorientierte Forschung als auch die anwendungsorientierte Entwicklung innovativer Materialien und Produkte mit Wirtschaftspartnern betrieben.

Oberflächenschutz von Beton

Der Schutz von Betonoberflächen ist ein längjähriger Schwerpunkt unserer Forschung. Neben der Leistungsfähigkeit von polymeren oder zementösen Schutzsystemen stellt die Dauerhaftigkeit ein wichtiges Kriterium für den Schutz des Betons dar.

In den letzten Jahren standen insbesondere die Dauerhaftigkeit von polymeren Beschichtungen und Hydrophobierungen wie auch die Neuentwicklung polymerer und zementöser Schutzschichten für besondere Beanspruchung im Fokus.

 

Mörtel

Als Mörtel wird gemeinhin ein zementös gebundenes Material mit einer Gesteinskörnung mit einem Größtkorn von bis zu 4 mm bezeichnet. Am Institut für Bauforschung wird dieser Begriff weiter gefasst, sodass hier auch polymergebundene Gesteinskörnungen wie auch Feinbetone, wie sie im Textilbeton verwendet werden, anzusiedeln sind.

In aktuellen Forschungsvorhaben werden die Meerwasser- und Medienbeständigkeit zementöser wie auch die  polymerer Mörtel untersucht und verbessert. Weitere Projekte befassen sich mit der Untersuchung und Weiterentwicklung kriecharmer Spaltausgleichsmassen für den Stahl- und Maschinenbau.

Textilbeton

Durch die langjährige Mitarbeit im Sonderforschungsbereich 532 der DFG „Textilbewehrter Beton – Grundlagen für die Entwicklung einer neuartigen Technologie“, hat sich in der Arbeitsgruppe dieses Thema zu einem weiteren Forschungsschwerpunkt entwickelt. Im SFB wurden schwerpunktmäßig die Dauerhaftigkeit der textilen Bewehrung, die Möglichkeit einer Polymermodifizierung des Betons sowie das Hochtemperaturverhalten von Textilbeton untersucht. Im Rahmen laufender Projekte erfolgt sowohl die Weiterentwicklung von Textilbeton, als auch die Übertragung der Erkenntnisse aus der Forschung in konkrete Bauteile und Anwendungen.

Kathodischer Korrosionsschutz KKS von Stahlbeton

Der Kathodische Korrsionsschutz von Stahlbeton (KKS) hat sich in den letzten Jahren als innovative Instandsetzungsmethode für chloridbelastete Stahlbetonbauteile etabliert. Dabei wird in das zu schützende Bauteil über zusätzlich angebrachte Anoden ein Schutzstrom induziert, der innerhalb eines Regelkreises die Bewehrung zwingt, kathodisch zu wirken und somit die anodische Eisenauflösung unterdrückt.

Forschungsschwerpunkte bilden derzeit die Anwendbarkeit von KKS bei komplexen Bewehrungs- oder Bauteilgeometrien, z.B. von der Bauteilrückseite her, die Quantifizierung der sekundären Schutzeffekte sowie die Entwicklung neuer KKS-Anodensysteme.